Day 5

Manchmal fühlt es sich so an, als würde ich an zwei Romanen arbeiten. Eine Datei für die Figuren, eine Datei für die Story. Inzwischen ist mein Gehirn eine grobe Masse (ist es das nicht immer?) und ich erfinde Ausreden um nicht schreiben zu müssen. Das klingt jetzt albern, aber manche Ideen muss ich eine gefühlte Ewigkeit mit mir rumschleppen, so als würde Wasser im Topf kochen. Irgendwann kocht es über und dann gibt es kein Halten mehr. So fühle ich mich gerade. Die Idee ist da, die Figuren haben Form angenommen und ich bin Feuer und Flamme für die Story. Trotzdem köchelt es noch in mir und bald schon, wird es kein Halten geben. So Gott will. Ich finde die Tage vor dem richtigen Schreiben immer irgendwie spannend, weil ich nie weiß, wann es losgeht. Es ist vermutlich nur für mich spannend, weil ich in meinem Kanu irgendwo auf dem Fluss der Ideen paddele. Alleine und mit einer sehr zweifelhaften Rettungsjacke. Morgen vielleicht? Gut möglich.