Day 4

Ohne meine Notizblöcke entsteht kein Buch. Moleskine. Für gewöhnlich verbrauche ich pro Buchprojekt eines dieser Notizblöcke, die schon Hemingway benutzt hat. Vielleicht erhoffe ich mir dadurch Inspiration? Ich schreibe dort, recht ungefiltert, meine Gedanken, Szenenfetzen und Dialoge, die ich unbedingt in Erinnerung behalten will. Es ist kein typisches Tagebuch, eher sowas wie ein Skizzenbuch für einen Zeichner. Alle Ideen, ob gut oder schlecht, werden aufgeschrieben. Manchmal benutze ich unterschiedliche Farben für die unterschiedlichen Charaktere, damit ich die Infos leichter finde. Ja, das hört sich sehr chaotisch an und vielleicht ist es das auch. Aber so funktioniere ich: chaotisch. Ich habe jetzt das eigentliche Thema der Geschichte für mich gefunden. Wer meine Bücher kennt, der weiß was ich meine. Was ist die Entwicklung der Hauptfigur, was für eine Entwicklung muss sie durchmachen? Wen trifft sie auf ihrer “Reise” und welche Lektionen lernt sie? Sobald das für mich klar ist, kann es losgehen. Ich denke, jetzt wird es nicht mehr lange dauern und das tatsächliche Schreiben kann endlich losgehen. Wohooo! Die Figuren haben Gesichter, Namen und ein Problem. Jetzt brauche ich nur noch eine Ausrede um mich für 24 Stunden in mein Büro einzusperren und zu schreiben. Gefühl heute: awesome!