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Ein Junge namens Weihnacht – Matt Haig

Ihr seid mit Nikolas bis nach Elfheim gewandert, habt Blitzen kennen- und lieben gelernt und wollt jetzt über die böse Tante herziehen? Hier ist der richtige Ort dafür. Nur raus damit!

Dann mache ich mal den Anfang und versuche meine Leseeindrücke vom Buch (habe es schon im Dezember beendet) aufzuschreiben.

Matt Haig hat mich auch dieses Mal nicht enttäuscht, soviel kann ich direkt zu Beginn schon mal verraten. Ich habe es ja auch Englisch gelesen und bin noch immer ganz hin und weg von den zauberhaften Illustrationen, die das Leseerlebnis für mich noch mal zusätzlich verschönert haben. Ich würde sagen, es handelt sich schon eher um ein Kinderbuch, oder wie seht ihr das?

Es gab für mich zwischen drinnen mal ein paar Momente, da hätte es etwas flotter vorangehen können und das Ende, als Niklas in Elfheim bleibt kam mir dann sehr flott vor. Also, von dem Jungen Niklas zum Weihnachtsmann.

Ja, ich habe vielleicht ein Tränchen verdrückt, als der Vater den Schlitten losgelassen hat und wohl in seinen Tod gefallen ist. Das fand ich sehr heroisch und auch sehr traurig. Aber es hat gepasst.

Ich würde das Buch auf jeden Fall empfehlen, weil es einfach eine herzerwärmende Geschichte ist und zu Weihnachten passt. Matt Haig hat mich auf jeden Fall dazu gekriegt, dass noch die restlichen Bücher aus seiner Feder auf meiner Leseliste gelandet sind.

 

Oh Mann,

jetzt habe ich auf Twitter so groß angekündigt, den Beitrag eröffnen zu wollen und tatsächlich hab ich es vergessen. Asche auf mein Haupt! Für mich war es mein erster Matt Haig und ich fand die Geschichte auch ganz interessant. Zu Beginn fehlte mir etwas die Orientierung. Es wurde zwar erwähnt, dass wir nun die waschechte Geschichte des Weihnachtsmannes erfahren, aber ich stand trotz der ganzen Anspielungen ziemlich auf dem Schlauch und fragte mich, wohin die Reise wohl gehen würde.

Rufus Beck hat mir die Geschichte ja vorgelesen und ich muss gestehen, dass ich zu Beginn minimales Hary Potter Feeling hatte und Niklas ab und an mit dem Jungen Harry verglichen habe. Sie haben entfernt ja auch ein ähnliches Schicksal. Inhaltlich hat Matt Haig hier eine sehr fantasievolle Geschichte erzeugt. Gerade die Wichtel ("Wir können den Menschen ja als Haustier behalten") haben mich zum Lachen gebracht. Und auch die Tatsache, dass sie mit Schokotalern bezahlt werden... Fantasie durch und durch, ich fühlte mich sehr gut unterhalten.

Hier und da gab es zwei kleine Elemente, die mich etwas an Roald Dahl erinnerten: Zum einen die böse Elfe, die es total prickelnd findet, wenn Köpfe explodieren. Für eine Kindergeschichte fand ich das dann doch etwas heftig. Zumal die Elfe ja so lieb daher kam und eigentlich (trotz Wahrheitscharakter) echt etwas böse war. Und dann die Szene als Blitz Carlotta eine kleine Überraschung a la "Alles Gute kommt von Oben" präsentiert :-). Wenn ich Kind gewesen wäre, hätte ich es vielleicht lustig gefunden. Jetzt hat die Szene einen irritierten blick von mir kassiert.

Ich finde es so toll, dass wir uns hier schön gespoilert ausdrücken können :-). Und ich freue mich schon auf den neuen Lesemonat!

Hach! Ich weiß genau, was du meinst! Ich hatte am Anfang (auch ohne Rufus Beck) ein bisschen Harry Potter Feeling. Gerade das mit seiner Mutter, die gestorben ist um ihn zu beschützen, dann kommt die ätzende Tante (die ich nicht mochte!) und dann verliert er auch noch den Vater. Wobei mir der Anfang und auch die Mitte viel besser gefallen haben, als das Ende. Das war mir wirklich zu überhastet. Ich wusste auch nicht, dass es so sehr ein Kinderbuch ist, wie ich es dann empfunden habe. Einige Sachen fand ich auch heftig (gerade das im Turm und so), anderes aber auch wieder sehr angebracht. Wobei das mit den explodierenden Köpfen für mich genau die Grenze ist, die man als Kind so gruselig aber nicht zu gruselig findet.

Ich mochte es, dass sein Vater sich für ihn geopfert hat. Das klingt jetzt schräg, aber so hat er sich für mich wieder rehabilitiert. Am schlimmsten fand ich die Szene, als er die Suppe gegessen hat, die aus der Puppe seiner Mutter gemacht wurde. Das hat mir wirklich wehgetan, das fand ich wirklich schlimm.

Ging es noch jemanden so?